Jetzt mal ehrlich: Diese Frau war doch ein Jahrhundertereignis, als sie im Juni 1988 nur mit ihrer akustischen Gitarre die Bühne eines der größten Rock-Konzerte aller Zeiten, dem Geburtstagskonzert für den seit 25 Jahren inhaftierten Nelson Mandela betreten hat.
In dem riesigen Rund des alten Wembley-Stadions hätten wir die sprichwörtliche Nadel herunterfallen hören können – sogar in der TV-Liveübertragung im III. Programm des WDR(?). Doch was wir zu hören bekommen haben, war die Stimme einer der faszinierendsten Newcomerinnen aller Zeiten.
Chapman ist eine der Stimmen meines Lebens geblieben. Nicht täglich, doch ein, zweimal im Jahr höre ich sie singen. Auf einer AMIGA Pressung des Debütalbums, das ihren Namen trägt.
Sie ist ein Vorbild für so viele Menschen. Sie spricht für so viele Menschen. Und seit fast 40 Jahren hat sie sich nicht von den Mechanismen im kapitalistisch organisierten Musikgeschäft vereinnahmen lassen. Deshalb hören die Menschen ihr immer noch zu.
Lesen Sie deshalb eines ihrer seltenen Interviews mit der New-York-Times. (Wenn Sie von der Paywall belästigt werden, schalten Sie Javascript in Ihrem Browser ab.)
Tracy Chapman Wants to Speak for Herself
For years, the singer and songwriter has avoided the spotlight. But she is breaking her silence to look back on her self-titled debut and its powerful hit “Fast Car.”
Und während Sie das Interview noch lesen, hören Sie eines ihrer Alben. Die Chancen stehen sicherlich gut, dass Sie eine der acht Platten noch im Schrank stehen haben. Und sollte das tatsächlich nicht der Fall sein, dann besuchen Sie den Schallplattenladen ihres Vertrauens – wenn Sie noch einen kennen. Dort sollte die wiederveröffentlichte Ausgabe ihres Debüts von 1988 seit gestern wieder in den Regalen stehen!
Und wenn Sie Kinder oder Enkel oder Nichten und Neffen haben, oder Freund:innen jünger als 40 oder 50, dann schenken Sie ihnen dieses Album (auf Vinyl).
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