Mediathekperlen
Die Definition einer „Mediathekperle“ ist einfach: Ein Stück TV, dass sie möglicherweise verpasst haben, weil sie nichts davon wussten, aber unbedingt sehen sollten.
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Hände weg von Grönland! – „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (1997)
Eigentlich könnte ich hier wieder einen meiner schlechten Scherze über die Sensibilität der ARD Programmplanung und die Jahreszeiten machen. An dieser Stelle wären diese aber wohl deplatziert. Denn angesichts des missratenen Ausflugs der amerikanischen Vizepräsidentenfamilie ist der Film geradezu hochaktuell. Mr. Vance hatte einen Auftrag. Aber sicher kein Gespür für Grönland. (ARD)
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Ben Whishaw – „Bis zum Kollaps“ (2023)
Die Dramedy „This is going to hurt“ über einen überlasteten jungen Arzt in Großbritannien ist die politischste Krankenhausserie seit langem – und könnte so ähnlich auch hierzulande spielen. (ZDF, WH)
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Bitte geben Sie mir Ihr Geld. Nicht!
5 Antworten
Ich bin heute gefragt worden, ob ich „Spenden“ annehmen würde, für die „Arbeit“ an den Mediathekperlen. Das habe ich erst nicht verstanden und dachte dabei an gekaufte Inhalte, Sponsoring oder ähnlich fragwürdige Praktiken.
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Synchronsprecherinnen & Synchronsprecher gegen KI
Schützen wir die künstlerische, nicht die künstliche Intelligenz. Lasst uns gemeinsam die menschlichen Emotionen und unser außergewöhnliches Handwerk schützen und unterstützt eure Lieblingssprecher:innen im Kampf gegen die illegale Nutzung ihrer Stimmen…
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Bei der Produktion dieses Films kamen keine Tiere zu Schaden“ – „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ (2018)
Hier musste ich erst mal nachschlagen ob diese ziemlich einmalige Produktion (2018) tatsächlich aus dem (deutschen) ARD-Degeto Haus stammt und nicht etwa von Helmut Zenker und Peter Patzak aus dem glücklichen Nachbarland Österreich. Glücklich sind die Menschen dort, weil brillante TV-Satire zwischen Wien, Salzburg und Innsbruck einfach die größere Tradition hat, als etwa ausgerechnet in…
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Alte Männer, Freundschaft, Rock&Roll – „So viel Zeit“ (2018)
9 Antworten
Ich bin ja selber einer. Habe die Achtziger überlebt und kann mich erinnern. Wer auch immer zu der Zeit im Ruhrgebiet unterwegs war, der/dem geht es bei diesem Film möglicherweise ganz ähnlich. Das passt hier schon ganz gut. Und… man(n) muss diese alten Männer einfach lieben… (ARD, WH)
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Virginie Efira, Adèle Exarchopoulos, Sandra Hüller – „Sibyl“ (2019)
Ein ziemlich genialer Frauenfilm. Ich glaube, das kann man(n) hier einmal feststellen, ohne dabei in den Verdacht zu geraten, dieses Werk in eine Schublade stecken zu wollen. Oscar-Gewinnerin Justine Triet hat hier großes Drama und elegante Groteske so miteinander versöhnt, dass es ein Privileg ist, Virginie Efira, Adèle Exarchopoulos und Sandra Hüller bei ihrer Arbeit…
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Bryan Singer – „Die üblichen Verdächtigen“ (1995)
6 Antworten
Trauen Sie der Geschichte nicht eine Sekunde. Konzentrieren Sie sich auf die Kleinigkeiten. Warten Sie mit ihrem Urteil über „Gut und Böse“! Wenn Sie dazu nicht bereit sind, dann schauen Sie diesen Film besser nicht. Wenn Sie sich aber darauf einlassen, dann belohnen Sie sich selbst. (ARD, WH)
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1000 x Danke!
Der Blog hat eben die 1000 Follows überschritten. Was zu beweisen war: Das Fediverse ist wirklich DAS übergeniale Umfeld für einen WordPress-Blog! Ganz viel ❤️ für euch alle! Danke für’s lesen, liken, boosten, whatsoever. 🥳 //Klaus
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Neu im ZDF – „Die Affäre Cum-Ex“ (2025)
13 Antworten
Seit das ZDF und ARTE vor acht Jahren mit der legendären Serie „Bad Banks“ europäische Maßstäbe gesetzt haben und, in zwei Staffeln, einen mit Preisen überhäuften und internationalen Erfolg feiern konnten, habe ich mich gefragt, ob, und wenn, dann wann und wie, so ein TV-Ereignis wohl zu wiederholen sein würde. Für all diese Fragen steht…
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John Le Carré – „Verräter wie wir“ (2016)
7 Antworten
Alles, was ich über Geheimdienste weiß, habe ich von John Le Carré gelernt. Also, das meiste. Der Richard Burton Film „Der Spion der aus der Kälte kam“ (1965) war sozusagen der Schlüssel und die BBC Serie „Smiley’s Leute“ (1982), mit Sir Alec Guinness, vollendete meine Grundausbildung. (ZDF, WH)
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Denzel Washington, Robert Zemeckis – „Flight“ (2012)
5 Antworten
„Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten“, soll Robert Lembke gesagt haben. Ich bin durchaus geneigt, dem großen Journalisten und Showmaster zuzustimmen. Ob ich, wenn ich wählen könnte, mich aber für Gottes Hand, oder die eines hochfunktionalen Alkoholikers im Cockpit entscheiden würde, möchte ich nicht vorhersagen müssen. (ARD)
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Christophe Gans – „Pakt der Wölfe“ (2001)
8 Antworten
„In dem Film geht es um Wölfe, französische Aristokraten, Geheimgesellschaften, Irokesen-Indianer, Kampfkünste, okkulte Zeremonien, heilige Pilze, Prahlhänse, inzestuöses Verlangen, politische Unterwanderung, tierische Geister, blutige Schlachtszenen und Bordelle. Das Einzige, was man nicht tun sollte, ist, diesen Film ernst zu nehmen. Seine Wurzeln liegen in traditionellen Monster-Sex-Fantasy-Filmen mit Spezialeffekten.“, schrieb Roger Ebert. (ARD)
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Bong Joon-ho – „Parasite“ (2019)
„Wenn man keinen Plan hat, dann kann auch nichts schiefgehen. Das heißt, du hast keine Vorstellung davon wie es sein müsste, also macht es nichts, wenn es anders wird. Auch wenn du jemanden umbringst oder dein Land verrätst. Am Ende ist das scheißegal.“ (Park Dong-ik) (ARD)
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Franz Rogowski, Sandra Hüller – „In den Gängen“ (2018)
5 Antworten
Auch ein profaner Großmarkt ist nicht vor der Magie des Kinos gefeit: Regisseur Thomas Stuber, Franz Rogowski, Sandra Hüller und einem kleinen Ensemble gelang 2018 ein großer Film über Liebe und Solidarität. – Nach einer Kurzgeschichte von Clemens Meyer. Eine Filmbesprechung von Hannes Wesselkämper, als Übernahme von Kinofenster.de.
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Jan Georg Schütte et al. – „Klassentreffen“ (2019)
3 Antworten
Dieser Schütte ist ein Genie. Auch wenn nicht jede seiner Improvisationsveranstaltungen gleichermaßen genial war. Doch seit „Klassentreffen“ bin ich sein ewiger Fan. Da verziehe ich ihm auch mal einen schwächeren Film. Am Ende ist er ja das ärmste Schwein, denn so abhängig von seinen Darstellerinnen ist kaum ein:e andere:r Regisseur:in. Hier haben alle gewonnen! (ARD)
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Juliette Binoche – „So wie du mich willst“ (2019)
Eine Antwort
Sie dürfen das gerne auch anders sehen, doch ich halte Frau Binoche für die „größte“ europäische Darstellerin ihrer (meiner) Generation. Ich war erst 23, als ich mich unsterblich in sie verliebt habe und bin ihr seitdem treu geblieben. Somit ist das wohl eine der längsten Beziehungen meines Lebens. (ARD)
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